Das iPad von Apple kann ab heute offiziell vorbestellt werden, online kann man es im Apple Store ab 499Euro bestellen. Die 15Euro Aufschlag werden nur für die Version mit 64 GByte Speicher erhoben, die für 714 Euro ohne und 814 Euro mit UMTS bestellt werden kann. Die Variante mit 16 GByte kostet 499 respektive 599 Euro und die Version mit 32 GByte 599 beziehungsweise 699 Euro.
Am 28. Mai bringt Apple das iPad in Deutschland auf den Markt. Der Tablet-PC wird nicht exklusiv von der Telekom vertrieben. Die Mobilfunkanbieter werden maßgerechte Tarife anbieten, ob Prepaid, Tages- oder Monatspauschale. Das iPad benötigt eine Micro-Sim-Karte, aber dafür kann eine Schere hilfreich sein.
Zum ersten Mal bietet die Telekom (T-Mobile) eine vorausbezahlte Monatsflatrate (Prepaid) für das mobile Internet an. Für knapp 35 Euro können die Nutzer im Telekom-Netz drei Gigabyte Daten bewegen. Außerdem dürfen sie die 8000 Wlan-Hotspots der Telekom nutzen, die hauptsächlich an Flughäfen, Bahnhöfen und Cafes wie Starbucks zu finden sind. Bislang gab es bei der Telekom Monatspauschalen nur für Vertragskunden mit Laufzeitverträgen. Die neue Pauschale kann nun monatlich neu gebucht werden.
Allerdings sollen auch Telekom-Vertragskunden über Zubuchoptionen einen iPad-Tarif erhalten können. Sie müssen sich dann entscheiden, ob sie zu ihrem bestehenden Vertrag eine Tagespauschale für knapp drei Euro mit einem Volumen von einem halben Gigabyte oder eine Monatspauschale für knapp 20 Euro mit einem Volumen von 300 Megabyte nutzen wollen. Für bestehende iPhone-Nutzer wird es einen speziellen Zusatztarif geben, der drei Gigabyte umfasst und knapp 20 Euro im Monat kostet.
Vodafone plant eine Monatspauschale in Höhe von 30 Euro, kann dafür aber keine Nutzung von Wlan-Hotspots anbieten. Der Mobilfunker wollte den Tarif nicht bestätigen.
E-Plus wird über seine Mobilfunkdiscounter Simyo und Blau.de iPad-Besitzern einen mobilen Internetzugang verkaufen. Bei Simyo gibt es für knapp zehn Euro einen Gigabyte pro Monat, das Startpaket kostet mit einem Fünf-Euro-Guthaben knapp 15 Euro. Blau.de bietet das gleiche Ein-Gigabyte-Paket an, ermöglicht aber auch eine 100-Megabyte-Option für 3,90 Euro. Eine Monatspauschale gibt es dort für knapp 20 Euro. Allerdings nutzen Simyo und Blau.de das E-Plus-Netz, dass in Deutschland die langsamste Datenübertragung bietet.
Telefónica O2 will erst später seine Tarife bekannt geben, der O2-Discounter Fonic hat jedoch schon eine Tagesflatrate für 2,50 Euro angekündigt. Wer jedoch an zehn Tagen diese Pauschale genutzt hat, zahlt für den Rest des Monats keine Gebühren mehr
Im Gegensatz zu allen Handys in Deutschland benötigt das iPad eine Micro-Sim, die kleiner ist als gewöhnliche Handy-Karten. Aber dieses Problem lässt sich mit einer Schere einfach beseitigen.
Somit können auch normale Datentarife mit dem Gerät genutzt werden. Nach den jetzigen Planungen wird das iPad nicht über die Mobilfunker in Deutschland verkauft sondern muss direkt bei Apple im Internet bestellt werden.
Eigentlich hätte man denken können, die iPad-Preise stehen fest. Nachdem es am Freitag zunächst nur unbestätigte Gerüchte über die für Deutschland vorgesehenen Preise gegeben hatte, verschickte Apple am Freitagabend eine Pressemitteilung mit den offiziellen deutschen Preisen – und erntete dafür reichlich Kritik. Mit 514 Euro sollte das Einstiegsmodell deutlich mehr kosten als in den USA. Um die Mehrwertsteuer bereinigt hätte der Euro-Aufpreis 32 Euro betragen. Am Montag dann die Überraschung: Der Preis beträgt doch nur 499 Euro. Nur die Top-Modelle sind tatsächlich teurer als erwartet.
So ganz richtig ist aber auch das nicht, denn auf die mit 64 GB Speicher ausgestatteten Top-Modelle der iPad-Reihe ist die Abgabe durchaus zu entrichten. Dem Regelwerk der Gema zufolge ist sie nur auf Geräte zu entrichten die über “einen oder mehrere interne, nicht flüchtige, mehrfachbeschreibbare Massenspeicher (Festplatten oder SSDs) mit einer Kapazität von insgesamt mindestens 40 GB” verfügen. Da die kleineren iPad-Modelle nur mit 16 beziehungsweise 32 GB Speicher ausgestattet sind, fallen sie also aus dem Raster. Nur auf die Modelle mit 64 GB werden die 15 Euro doch aufgeschlagen, so dass sie 714 Euro (W-Lan) beziehungsweise 814 Euro (W-Lan plus UMTS) kosten.
Wer sein iPad zudem mit dem wichtigsten Zubehör ausstatten will, muss zumindest eine Schutzhülle, das iPad-Dock und das Camera Connection Kit mitbestellen, was weitere 106,40 Euro zur Rechnung addiert.
Doch damit haben die Merkwürdigkeiten noch kein Ende. Auch bei den Datentarifen, die für das UMTS-iPad veröffentlicht wurden, gab es Überraschungen. Ausgerechnet Apples langjähriger iPhone-Exklusivpartner, die Telekom, wird von Apple selbst nicht als Anbieter von iPad-Tarifen genannt.
So werden im Apple Store für das UMTS-iPad nun lediglich Sim-Karten von Vodafone und O2 zum Kauf mit dem iPad angeboten. Der dafür zu entrichtende Aufpreis kann mit 20 Cent als symbolisch angesehen werden, die Tarife selbst sind es nicht. Bis zu 30 Euro verlangen die Anbieter für die mobile Datennutzung mit dem iPad pro Monat. Der besondere Vorteil der von Apple für das Gerät angebotenen Sim-Karten ist, dass sie direkt auf dem iPad aktiviert werden, man also nur noch den gewünschten Tarif auswählen muss.
Anders als beim iPhone ist man an diese Tarife aber nicht gebunden, kann auch beliebige andere Tarife mit dem UMTS-iPad nutzen. Die einzige Voraussetzung ist, dass der gewünschte Anbieter Micro-Sim-Karten anbietet, wie sie im iPad erstmals zur Anwendung kommen. Entsprechende Angebote haben die Discounter Simyo und Fonic bereits vorbereitet, wollen zur Einführung des iPad die entsprechenden Karten liefern können.
Dasselbe gilt natürlich auch für die Telekom, die jetzt unabhängig von Apple iPad-Tarife anbietet. Dabei haben Nutzer die Wahl: Die Tagesflatrate CombiCard Connect S gewährleistet für 2,95 Euro am Tag 500 MB Datenübertragung, für Dauernutzer ist der Tarif CombiCard Connect M gedacht, der allerdings nur 300 MB pro Monat für 19,95 Euro erlaubt. Speziell für iPhone-Nutzer ist die Variante CombiCard Connect L gedacht, die 3 GB Übertragungsvolumen für ebenfalls 19,95 Euro erlaubt, allerdings nur, wenn man ohnehin schon einen der teureren iPhone-Tarife gebucht hat.
Ein billiges Vergnügen, so viel machen Preise und Tarife klar, wird das iPad jedenfalls nicht. Allerdings soll der typische iPad-User 35 bis 44 Jahre alt sein und verfügt über eine überdurchschnittlich hohes Einkommen.
| iPad-Tarife | |||
| Anbieter | Bezeichnung | Datenvolumen | Preis |
| Vodafone | Vodafone MobileInternet Basic Monatspaket | 200 MB pro Monat | 19,95 |
| Vodafone MobileInternet Basic Monatsflat | Unbegrenzt | 29,95 | |
| O2 | k.A. | 100 MB | 10,00 |
| k.A. | 1 GB pro Monat | 15,00 | |
| Unbegrenzt | 25,00 | ||
| Telekom | CombiCard Connect S | Tagesflat (500 MB) | 2,95 |
| CombiCard Connect M | 300 MB pro Monat | 19,95 | |
| CombiCard Connect L für Complete-Kunden | 3 GB pro Monat | 19,95 | |
| Simyo | Tarifoption Daten-1GB | 1 GB pro Monat | 9,90 |
| Fonic | Tagesflat | 500 MB pro Tag | 2,50 |
(Quellen: Welt.de und Spiegel.de)
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