Den Spruch “Nichts reimt sich auf Uschi” hat sich Mario Barth als Marke sichern lassen, an sich wäre so etwas nicht schlimm. Allerdings hat Mario Barth den Spruch “Nichts reimt sich auf Uschi” nicht selbst “entwickelt”, sondern die Macher des Frühstyxradios haben den Witz schon vor zwanzig Jahren gerissen.
Bereits 1991 lief er als Trailer für die Sendung. 1992 fand eine Tour von Dietmar Wischmeyer und Oliver Kalkofe mit dem Titel “Nichts reimt sich auf Uschi” statt, auch damals gab es schon T-Shirts mit dem Spruch. Jetzt beansprucht Mario Barth den Witz für sich.
Wenn ein anderer den Spruch verwenden will, kennt Barth keinen Spaß. Jetzt hat er einem “Nachahmer” eine Abmahnung geschickt, dieser Nachahmer hatte in einem Internetshop T-Shirts mit dem Spruch “Nichts reimt sich auf Uschi”.
Im Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamtes ist der Spruch “Nichts reimt sich auf Uschi” am 3. Dezember 2010 als Wortmarke mit Schutz als Slogan auf Bekleidung angemeldet worden. Anmelder der Marke ist Mario Barth. Die Abmahnung wird damit begründet, dass die Verwendung des Zeichens “Nichts reimt sich auf Uschi” eine unlautere Nachahmung und Herkunftstäuschung bezüglich der Produkte von Mario Barth darstelle.
Das Zeichen “Nichts reimt sich auf Uschi” sei durch umfassende Verwendung von Mario Barth bekannt und besitze daher eine wettbewerbsrechtliche Eigenart. Bei T-Shirts mit dem Spruch “Nichts reimt sich auf Uschi” handele es sich um Original-Fanartikel von Mario Barth, die gegen Nachahmungen geschützt seien – dabei stammt der Spruch noch nicht einmal von Barth selbst.
Also fassen wir mal zusammen: Mario Barth klaut einen Witz und bringt diesen Witz auf T-Shirts, allerdings sind bereits Menschen vor 20 Jahren genau auf die gleiche Idee gekommen. Daher hat es Mario Barth bei der Peinlichkeitsliste auf Platz Nr. 1 geschafft, herzlichen Glückwunsch!
In dem Zusammenhang habe ich auf dem Law-Blog ein tolles Zitat gefunden:
Es stört zwar nicht die Eiche, wenn die Sau sich daran reibt. Läßt sich das Schwein allerdings die Rinde urheberrechtlich schützen, geht das doch zu weit. (Kalkofes damaliger Mitstreiter Dietmar Wischmeyer)
(Meldung gefunden bei: nordbayern.de)